Wenn wir gute P√§dagogen sein wollen, dann m√ľssen wir uns und unsere Arbeit dauernd hinterfragen. Nach Schenk-Danziger sollte eine Selbstkontrolle des Erziehers folgende Fragen beinhalten:

 

1.Wie reagiere ich emotional auf Schwierigkeiten, die mir ein Jugendlicher bereitet?
2.Wie steht es mit meinem F√ľhrungsstil?
3.Lasse ich mich zu Befehlen und verbaler Aggression hinreissen, oder spreche ich auch zu schwierigen Jugendlichen in einer Form, die sie mir gegen√ľber selbst verwenden k√∂nnen?
4.Habe ich vielleicht ein Vorurteil gegen den Jugendlichen?
5.Habe ich mir √ľberlegt, mit welchen Affekten ein Jugendlicher auf negative Verst√§rkungen (Strafe, Tadel, Blossstellungen, Drohungen) reagieren k√∂nnte oder muss?
6.Habe ich m√∂glicherweise durch abf√§llige Bemerkungen und Ausdr√ľcke negativer Erwartung die Leistung und das soziale Prestige des Jugendlichen beeintr√§chtigt?
7.Habe ich versucht, auf aggressive Massnahmen zu verzichten?
8.Weiss ich genug √ľber den Jugendlichen?
9.Ist es mir gelungen, durch persönlichen Kontakt das Vertrauen des Jugendlichen zu gewinnen?
10.Habe ich, wenn nötig, das Vertrauen und die Mitarbeit der Eltern gewonnen?
11.Habe ich versucht, das Verhalten durch systematische Ermutigung und deutlich zum Ausdruck gebrachte positive Erwartungen zu beeinflussen?
12.Habe ich versucht - wenn nötig - soziale Situationen zu organisieren, die dem Jugendlichen Ansehen verschaffen können?
13.Habe ich versucht, das Verhalten eines Jugendlichen aus den Defiziten seiner Bed√ľrfnisbefriedigung bzw. aus den Spannungen, die aus diesen Defiziten entstehen, zu erkl√§ren und ihm zu einer befriedigenden Erf√ľllung seiner Bed√ľrfnisse zu verhelfen?